Italien als Reiseland: Eine Übersicht

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Die Deutschen und überhaupt alle Völker, die im grauen, kargen Licht des Nordens leben, sehnen sich mindestens zur Ferienzeit häufig nach Italien, dieser Verheißung in der Sonne Südeuropas und natürlich spielen dabei auch kulinarische Versuchungen und die bestechende reiche Kulturgeschichte eine Rolle. Seit Jahrtausenden schon ist diese langgezogene, geographisch einem Stiefel ähnliche Halbinsel ein zentrales Gebiet auf dem Kontinent und die Historie reicht hier vom Römischen Weltreich über das Papsttum bis zu den Städten im Norden des Landes, die vor allem während der Renaissance als Fixpunkt für Künstler, Wissenschaftler und politische Ideen für Furore sorgten.

Die Städte der Lombardei und Venedig

Beginnen wir also gleich mit dieser Region. Im Westen befinden sich Städte wie Genua und Mailand und auch wenn hier gelegentlich der berühmte Eiswind Mistral von den Alpen herunterweht, lohnt sich ein Besuch zu jeder Jahreszeit. Mailand hat Kirchen und Museen und sogar eine Fashion Week zu bieten, was jährlich Millionen Touristen anzieht. Weiter Richtung Osten und südlich von den Bergregionen Tirols gelegen befindet sich Venedig, die vielleicht romantischste Stadt der Welt, mit seinen Kanälen und dem Markusplatz. Zweifellos eine Destination, die jeder einmal gesehen haben sollte, zumal aufgrund der Klimaerwärmung, ganz banal, die pittoreske Lagune zumindest in Teilen verschwinden könnte.

Durch die Toskana

Die Toskana oder auch das weiter südlich gelegene Umbrien sind nicht nur landschaftlich entzückende Gebiete in Italien, auch die ungemein reiche Kulturgeschichte machen einen Ausflug zu einem lohnenswerten Ziel. Der schiefe Turm von Pisa, die Architektur in Siena und Verona und natürlich Florenz als Zentrum der Toskana bieten einmalige Gelegenheiten, um sich die Kultur des Landes gerade auch in den Jahrhunderten der Renaissance zu Gemüte zu führen. Auch die kulinarischen Traditionen sind empfehlenswert und wer auf der Suche ist nach Entspannung, kann hier sogar in alten Klöstern und einsamen ehemaligen Abteien den inneren Einklang finden.

Rom – Die ewige Stadt

Die Hauptstadt Italiens auch nur im Ansatz touristisch auseinander zu nehmen, muss fehlschlagen, schließlich ist die Stadt am Tiber und auf den sieben Hügeln auf vielen Wegen zu erreichen, wie das berühmte Sprichwort sagt. Aber natürlich kann man beginnen mit der lateinischen Tradition, den populärsten Stätten des Altertums, vom Forum Romanum über das Kapitol bis hin zum Kolosseum, dessen Prunkbau noch immer das Stadtbild bestimmt. Zugleich wartet das kirchliche Rom mit der Vatikanstadt und den vatikanischen Museen auf Gäste, hier liegt das Zentrum der Christenheit seit gut 2000 Jahren. Ein Bummel durch die Gassen, entlang der Engelsburg am Tiber bis hin zum Pantheon, in dessen Schatten es sich unzählige Touristen bei Kaffee, Eis und Kuchen gut gehen lassen, lohnt sich immer.

Süditalien: Zwischen Neapel und Sizilien

Weiter geht die Reise entlang des italienischen Stiefels bis hinunter nach Kalabrien, das Einfallstor ist davor jedoch Neapel mit Vesuv und der Insel Capri, wo unbedingt ein Stopp einzulegen ist. Im Altertum war diese Region griechisch kolonisiert, noch heute zeugen Orte wie Crotone und Tarent von diesem Erbe, das sich natürlich auch auf Sizilien findet. Zwischen Palermo und Catania ist längst nicht alles nur Mafia und Dolce und Gabbana, vielmehr fasziniert die Landschaft und fesseln die Dörfer und kleinen Städte mit ihrer natürlichen Schönheit.